Altenoythe

Kath. Kirche St. Vitus

Die Pfarrei Altenoythe wurde um 800 von Visbek aus gegründet. Die aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts stammende romanische Kirche ist eines der ältesten Kirchengebäude im Oldenburger Münsterland. Bis ins 15. Jahrhundert fanden mehrfach Umbauten statt. 1639 kam Altenoythe zur Pfarrgemeinde Friesoythe, 1679 wurde Altenoythe wieder selbständig. Außer der alten St.-Vitus-Kirche baute man 1971/72 in Altenoythe die Dreifaltigskeitskirche als weitere Kirche. Seit 2008 gehört Altenoythe zur fusionierten Pfarrei St. Marien Friesoythe.

© Gabriel Isenberg, 2021
© Gabriel Isenberg, 2021

Seit 1984 steht in der Kirche in Altenoythe eine Orgel von Orgelbau Alfred Führer (Wilhelmshaven), die 1958 für die evangelisch-reformierten Kirche Frankfurt/Main gebaut worden war und seit 1968 in St. Bernhard Emstekerfeld stand.


MANUAL (C–f³)

Bleigedackt 8'

Praestant 4'

Rohrflöte 4'

Blockflöte 2'

Mixtur 3f.

Tremulant

PEDAL (C–f¹)

Subbaß 16'

Pedalkoppel


Mechanische Schleiflade.


Daten zur Orgelgeschichte

1679  Erste Erwähnung einer Orgel. Laut Vititationsprotokoll von 1703 war sie eine Schenkung.

1707  Orgelneubau vermutlich durch Hinrich Klausing (Herford), I+aP/9.

1796  Instandsetzung durch Anton Franz Schmid (Quakenbrück).

1827  Renovierung durch Friedrich Wilhelm Haupt (Damme).

1854  Umbau durch Bernhard Kröger & Söhne (Goldenstedt), II+aP/13.

1959  Ausbau der barocken Orgel und Einlagerung in der Orgelbauwerkstatt Herbert Kruse (Lohne) zwecks eines Neubaus im alten Gehäuse und Verwendung alter Register. Kruse stellt zunächst eine Interimsorgel auf, I+aP/4. Über die Arbeiten verstirbt der Orgelbauer, der Verbleib der barocken Orgel ist unbekannt.

1984  Ankauf der Führer-Orgel von 1958 aus Emstekerfeld und Aufstellung durch Bernhard Hartz (Lohne), I+P/6.

1993  Reinigung durch Orgelbau Alfred Führer (Wilhelmshaven).



D-26169 Friesoythe / Altenoythe, Vitusstraße 2a

Quellen und Literatur:

W. Schlepphorst: Der Orgelbau im westlichen Niedersachsen, 1975

F. Schild: Orgelatlas der historischen und modernen Orgeln im Gebiet der Kath. Kirche im Oldenburger Land, 2011 (unveröff.)

Letzte Änderung: 22.02.2021.